Kiss Kiss Bang Bang with Teobi

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Herzhorn wird in Szene-Kreisen gern als Tschernobyl Schleswig-Holsteins verhohnepiepelt, weil dort seit einigen Jahren die Mutanten vom Stora-Verlag ihr musikalisches Unkraut züchten. Mittlerweile haben die schwer angehauchten Bauernlümmel das ganze Dorf im Würgegriff ihres verstrahlten Geschmacks. Die Landjugend baut Vogelscheuchen nach dem Antlitz des Felix Kubin, freilaufende Hühner legen personalisierte Eier für Miki Mikron, Gunter Adler geht auf Taubenjagd und das Grönlandorchester spielt jeden Winter für die Feldarbeiter den Akkordtakt zur Grünkohlernte. Die obersten Salatköpfe dieses fruchtbaren Mistdungs sind Kiss Kiss Bang Bang. Die zwei Jungs haben ordentlich Dressing auf der Rübe und finden das alles so geil was sie machen, dass sie das nur mit Musik ausdrücken können und deshalb oft und gerne die Parole "Kiss Kiss Bang Bang" ausgeben. Denn so nennt sich die knurpsigste Boygroup vom Lande, und das macht nicht nur die pawlowschen Hühner total heiss. Kiss Kiss Bang Bang schnappen sich ihre hochtechnisierten Heimorgelschemel, die sie schänden wie eine Gitarre, und bratzen einen ordentlichen Pferde-Funk in den Schober nicht ohne zu vergessen, ihre Möhren in der Melkmaschine zu versenken. Hmmm, das suckt!!!!

Sie wissen sie brauchen Frischfleisch und sind im Hamburger Getreidespeicher fündig geworden. Dort betreibt Teobi, der so etwas wie die Ginger-Ausgabe von Prince ist, eine Schnapsbrennerei, um seine Kehle zu ölen. Denn der Stoff ist nötig für das doppelkörnige Timbre seiner Stimme und bewirkt zu hohem Promillegehalt den jugendlichen Charme des graffiti-trällernden Sänger-MCs, der in seiner Freizeit total obszöne Bio-Objekte malt.

Weil Kiss Kiss Bang Bang obendrein sehr politisch zu verstehen sind, beschäftigen sie den amerikanischen Gastarbeiter Jake "The Rapper" Basker. Der hat immer grossen Hunger und nagt ihre dicken Baller-Beats bis auf die Knochen ab und trommelt damit die dicke Bassdrum mit dem Bauchnabel, denn Big-Belly-Strippiną ist auch eine Spezialität von ihm.

Mit diesen Verstrickungen ist Kiss Kiss Bang Bang nun endgültig in die Kreisliga des technoid-ländlich geprägten Sex-Entertainments aufgestiegen und sollten deshalb kräftig gebucht werden. Dabei gibt es nur Gewinner!! Wer wirklich wissen will, wie enddarm naturgeil deren Auftritte sind, sollte mal diskret im Golden Pudel Klub oder auf der MS Stubnitz nachfragen, oder bei den Luden von MFOC ­ sie alle haben einen Riesengewinn gemacht!

- Gerd Ribbeck